Der Rubin Schmuckstein – roter Edelstein, das Blut der Erde

Rubin SchmucksteinDer Rubin Schmuckstein zählt seit der Antike zu den edelsten und seltensten aller Edelsteine. Die alten Griechen verehrten den Rubin sogar als „Mutter aller Edelsteine“.
Vom Rubin glaubten die Alten, er sei das direkte Blut der Erde und daher verkörpert der edle blutrote Steine die Kraft der Liebe und des Lebens.

Der Rubin Schmuckstein zählt zu den teuersten und seltensten unter den bekannten Edelsteinen, er ist sogar viel seltener als der Diamant. Vor allem in reinen Rottönen ist er sehr teuer und nur begrenzt erhältlich. Mit dem Zusatz „AAA“ werden besonders klare Exemplare klassifiziert.

Der Rubin gilt zusammen mit Diamant, Smaragd und Blauem Saphir als ein Edelstein der klassischen „Großen 4“. Er ist bekannt für sein warmes und einzigartiges Rot, das einen beeindruckenden Gegensatz zu dem kühlen Blau des Saphirs bildet. Jedoch gehören Saphir und Rubin zur selben Mineralfamilie, dem Korund.

Die Herkunft des Namens Rubin

Klassischer Ring mit Rubin SchmucksteinDer Name „Rubin“ leitet sich vom lateinischen Begriff „ruber” ab, dies bedeutet „Rot“.

So wurden vor der Entstehung der wissenschaftlichen Steinkunde ab dem 18. Jahrhundert viele rote Edelsteine „Rubin“ genannt.

Ein anderer histoischer Name des Rubins ist Karbunkel, er stammt von dem lateinischen Begriff „carbunculus“ ( „kleine Kohle“) ab, es war zu der Zeit ein Oberbegriff für die meist roten Edelsteine Rubin, Granat, Spinell und andere.

Im alten Griechenland wurden die roten Edelsteine als „anthrax“ („glühende Kohle“) verehrt. Die Bezeichnung kam von der Ähnlichkeit der roten Edelsteine mit glühenden Kohlen, wenn sie vor die Sonne gehalten wurde und ebenso rot glühten.

Rubin – Aussehen und Farbe

Goldring mit Rubin SchmucksteinDer Rubin ist von der Farbe her Blutrot, seltene Exemplare sind durchscheinend oder mit Stern.
Sie weisen meist sehr kleine bis mittlere Einschlüsse auf. Völlig klare Exemplare sind wahre Raritäten und erzielen absolute Höchstpreise, sie sind sogar weitaus teurer als Diamanten.

Der Rubin ist trigonal und bildet Kristalle mit sechsstelligen Prismen mit Tönnchenform, die seitlich eine kräftige Flächenstreifung aufweisen. Der Rubin ist meist im Gestein eingesprengt zu finden und meistens nur wenige Zentimeter groß.

Die Farbvaritäten des Rubins gibt es von Rosa bis zu einem Rot mit Violettstich, dieser ist als Taubenblutrot bekannt und sehr begehrten. Als Rohkristall ist Rubin oft matt, in Edelsteinqualität geschliffen dagegen zeigt er Glasglanz.
Der Sternrubin oder das Rubin-Katzenauge entsteht durch eingelagerte Rutilnädelchen entstehen.

Die verschiedenen Rottöne des Rubins sind auf unterschiedliche Konzentrationen von Chrom und Eisen im Minerals zurückzuführen. Die meisten Rubine werden gebrannt, damit die Rottöne intensiver erscheinen. Die Nachfrage nach dem Rubin Edelstein wird von keinem anderen Farbedelstein übertroffen.

Saphir Edelsteine (die auch zur Gruppe der Korunde zählen) zeigen oft auch wunderschöne Rot- und Orangetöne, es handelt sich dabei aber um ein anderes Farbspektrum als das, welches dem Rubin zugeordnet wird: Als Rubine gelten folglich nur Korunde, die in ganz spezifischen Rubin Rottönen erstrahlen. Auch der edelste Rubin ist nur zu 80% rein rot. Daneben weist er immer auch Orange-, Pink-, Lila- oder Violett-Töne auf.

Rubine kann man in verschiedenen Formen kaufen, z.B. als Rohkristalle, Trommelstein, Handschmeichler, Anhänger, Kugeln oder Kette.

Herkunft

Die aktuell besten Rubin-Vorkommen liegen in Burma (Myanmar), gefolgt von Mosambik, Madagaskar sowie Thailand.

Geschichte des Rubins

Rubin Schmuckstein - Ring mit SolitaireDer Rubin galt in alten Zeiten als König der Edelsteine (bezeichnet als „ratnaraj“) und verkörpert den Geburtsstein des Monats Juli. In dem Zusammenhang steht er für Leidenschaft, Liebe und Romantik. Seit jeher wird der Rubin auch mit zahlreichen Mythen behaftet:
So sahen die alten Inder im Rubin ein unvergängliches inneres Feuer, welches dem Träger ein langes Leben verleiht.

Im Mittelalter glaubte man, dass Rubine Glück im Spiel bringen sollten und dass sie prophetische Kräfte besäßen in dem sie Unheil vorhersahen. Sie wurden von den Birmanesen als Talisman getragen, um vor Krankheit, Unglück und Verletzungen zu schützen und waren einst als „Blutstropfen vom Herz der Mutter Erde“ bekannt.